Beratung

Fünf Bereiche, ein Vorgehen.

Wir beraten bei allen Formen von Abhängigkeit — stoffgebunden und verhaltensbezogen. Und wir beraten unabhängig davon, ob Sie aufhören, reduzieren oder erst einmal nur reden möchten.

01

Alkohol

Der häufigste Grund, warum Menschen zu uns kommen — meist Jahre nachdem sie sich das erste Mal Gedanken gemacht haben. Beratung, Reduktionsbegleitung und Vermittlung von Entzug.

kostenlosEinzeln & Gruppe
02

Medikamente

Schlaf- und Beruhigungsmittel, Schmerzmittel. Oft ärztlich begonnen und ohne Absicht in eine Abhängigkeit übergegangen — das ist kein Versagen.

kostenlosMit Ärzten abgestimmt
03

Cannabis & andere

Beratung ohne moralische Bewertung. Es geht um Ihre Ziele, nicht um unsere Vorstellungen davon, was ein gutes Leben ist.

kostenlosVertraulich
04

Glücksspiel

Automaten, Sportwetten, Online-Casinos. Oft mit erheblichen Schulden verbunden — dann arbeiten wir mit der Schuldenberatung zusammen.

kostenlosMit Schuldenberatung
05

Online & Gaming

Vor allem bei jungen Menschen und deren Familien. Hier ist Abstinenz selten das Ziel — ein anderer Umgang schon.

kostenlosAuch für Familien

Alle Beratungen sind kostenlos und werden vom Kanton finanziert. Sie brauchen keine Anmeldung durch einen Arzt, keine Versicherungskarte und keinen Grund, der gut genug klingt.

Zwei Personen im Gespräch an einem Tisch, ruhige Atmosphäre

Angehörige

Ein Drittel unserer Gespräche führen wir mit Angehörigen.

„Sie können nicht für einen anderen Menschen aufhören. Aber Sie können aufhören, sich selbst dabei zu verlieren.“

Partnerinnen, Eltern, erwachsene Kinder und Arbeitgeber kommen zu uns — oft lange bevor die betroffene Person selbst bereit ist. Das ist sinnvoll und keine Einmischung. In der Beratung geht es dann um Ihre Situation: um Grenzen, um Schuldgefühle, um die Frage, was hilft und was ungewollt das Problem stabilisiert.

1/3

Angehörige

Anteil unserer Gespräche mit Menschen aus dem Umfeld — auch ohne Wissen der betroffenen Person.

0

Kosten

Für Angehörige genauso kostenlos wie für Betroffene.

Grenzen

Der Kern

Die häufigste Frage: Wo höre ich auf zu helfen? Es gibt darauf keine allgemeine, aber eine persönliche Antwort.

Gruppen

Für Angehörige

Zwei Angehörigengruppen, alle zwei Wochen abends. Anmeldung jederzeit möglich.

Ablauf

Vier Schritte, unverbindlich.

Anrufen oder schreiben

Sie müssen nichts vorbereiten und nichts erklären. Ein Satz genügt für einen Termin, meist innert einer Woche.

Erstes Gespräch

Fünfzig Minuten. Sie erzählen, wir hören zu und fragen nach. Am Ende kennen Sie die Möglichkeiten — entscheiden müssen Sie nichts.

Weitergehen

Wenn Sie möchten: weitere Gespräche, eine Gruppe, eine Reduktionsbegleitung oder die Vermittlung in einen Entzug. In Ihrem Tempo.

Aufhören

Sie können jederzeit aufhören zu kommen, ohne Begründung. Und Sie können jederzeit wiederkommen, auch nach Jahren.

Vertraulich

Wer davon erfährt.

Die häufigste Sorge, und die berechtigtste. Deshalb steht hier genau, wie es bei uns läuft.

Ruhiger Innenhof mit Bank und Grün als Ort der Erholung Ort der Ruhe
  • Arbeitgeber

    Erfährt nichts

    Auch nicht, wenn er die Beratung angeregt hat. Wir berichten nur mit Ihrer schriftlichen Zustimmung.

  • Krankenkasse

    Erfährt nichts

    Wir rechnen nicht über die Kasse ab. Es entsteht kein Eintrag irgendwo.

  • Hausarzt

    Nur mit Einwilligung

    Eine Zusammenarbeit ist oft sinnvoll, geschieht aber nie ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung.

  • Anonym

    Auf Wunsch

    Sie können anonym kommen. Für die Statistik brauchen wir Alter und Geschlecht — sonst nichts.

Fragen

Häufig gefragt.

Nein. Viele kommen, um herauszufinden, ob sie überhaupt ein Problem haben. Andere wollen reduzieren statt aufhören. Beides sind gültige Ziele, und beide begleiten wir.

Nichts. Die Stelle wird vom Kanton finanziert. Es gibt keine Rechnung, keine Franchise und keinen Selbstbehalt.

In der Regel innert einer Woche. Bei akuten Krisen gleichentags — sagen Sie das am Telefon, dann finden wir etwas.

Ja, das ist ausdrücklich möglich und häufig. Es geht dann um Sie und Ihren Umgang mit der Situation — dafür braucht es niemanden sonst.

Dann kommen Sie wieder. Rückfälle gehören für die meisten Menschen zum Verlauf und sind kein Grund, sich nicht mehr zu melden. Wir bewerten das nicht.

Kontakt

Rufen Sie einfach an.

Sie müssen nichts vorbereiten und nichts beweisen. Ein Anruf, ein Termin, ein Gespräch — mehr ist es im ersten Schritt nicht.

Die Beratungsstelle liegt zentral in Bern, mit unauffälligem Eingang und getrennten Wartebereichen. Für Menschen mit Betreuungspflichten bieten wir auch Abendtermine an.

  • BeratungsstelleEffingerstrasse 32, 3008 Bern
  • Telefon+41 31 000 00 00
  • E-Mailberatung@neustart-bern.ch
  • Montag – Freitag08.30 – 12.00 / 13.30 – 17.30
  • AbendtermineDi & Do bis 20.00
  • Krisengleichentags, bitte anrufen