Leistungen

Fünf Arten, mit Gips zu arbeiten.

Wir arbeiten fast ausschliesslich im Bestand. Das heisst: zuerst verstehen, was da ist, dann ergänzen — und nie mehr abschlagen als nötig.

01

Stuckrestaurierung

Fehlstellen ergänzen, Risse schliessen, Übermalungen abnehmen. Wir formen nach dem vorhandenen Bestand ab, damit die Ergänzung nicht zu erkennen ist.

ab CHF 145pro Stunde
02

Zierprofile & Gesimse

Von Hand gezogen mit Schablone direkt an der Decke — die einzige Methode, die auch bei krummen Altbauwänden sauber ausläuft.

ab CHF 180pro Laufmeter
03

Rosetten & Zierelemente

Abformen, giessen, versetzen. Bestehende Motive nehmen wir mit Silikon ab und vervielfältigen sie originalgetreu.

ab CHF 640pro Stück
04

Kalk- & Lehmputze

Diffusionsoffene Putze für Altbauten mit Feuchteproblemen und für Neubauten, in denen es sich gut anfühlen soll.

ab CHF 95pro m²
05

Neubau-Stuck

Schattenfugen, Lichtvouten und moderne Profile — Stuck muss nicht historisch aussehen, um Räume besser zu machen.

auf Anfragenach Aufmass

Für Objekte unter Denkmalschutz erstellen wir vorab einen Befundbericht mit Fotodokumentation und stimmen jede Massnahme mit der kantonalen Fachstelle ab.

Handwerker zieht ein Gesimsprofil mit der Schablone in frischen Kalkputz

Handwerk

Ein gutes Profil zieht man in einem Zug.

„Man sieht einem Gesims an, ob es geklebt oder gezogen wurde — spätestens dort, wo die Wand nicht gerade ist.“

Wir arbeiten mit Schablonen aus Zinkblech, die wir für jedes Objekt selbst schneiden, und ziehen das Profil in mehreren Lagen direkt an Ort. Das dauert länger als eine Fertigleiste aus dem Baumarkt und ergibt dafür einen Übergang, den auch das Licht am Nachmittag nicht verrät.

1:1

Abformung

Bestehende Ornamente nehmen wir in Silikon ab — jede Ergänzung passt exakt zum Original.

3

Lagen

So viele braucht ein gezogenes Profil mindestens, damit es nicht reisst und scharf bleibt.

Kalk

Materialgerecht

Im Altbau arbeiten wir mit Sumpfkalk statt Zement. Alles andere sperrt die Wand ab und schadet langfristig.

100%

Dokumentation

Befund, Massnahme und Ausführung fotografisch belegt — für die Denkmalpflege und für Sie.

Am Objekt

Wie eine Restaurierung abläuft.

Am Anfang steht nie die Kelle, sondern der Befund. Erst wenn klar ist, was original ist und was aus der Renovation von 1978 stammt, wird entschieden.

Schritt 1

Befund & Sondage

Wir legen an unauffälligen Stellen Schichten frei und dokumentieren, was darunterliegt. Oft kommen dabei Farbfassungen zum Vorschein, von denen niemand wusste.

Schritt 2

Konzept

Gemeinsam mit Bauherrschaft und Denkmalpflege legen wir fest, auf welchen Zustand hin restauriert wird — konservieren, rekonstruieren oder ergänzen.

Schritt 3

Musterfläche

Ein Quadratmeter wird vollständig fertiggestellt. Erst nach der Freigabe geht es auf die Gesamtfläche.

Schritt 4

Ausführung

Ergänzen, ziehen, giessen, versetzen. Bei grossen Flächen in Etappen, damit der Raum nutzbar bleibt.

Schritt 5

Abnahme & Bericht

Gemeinsamer Rundgang und Schlussdokumentation mit Vorher-Nachher-Bildern für Ihre Objektakte.

Material

Vier Werkstoffe und ihre Aufgabe.

Der häufigste Schaden, den wir sehen, entsteht nicht durch Alter, sondern durch das falsche Material bei der letzten Renovation.

Restauriertes weisses Stuckornament in feiner Ausarbeitung vor grauer Wand Ergänztes Ornament
  • Stuckgips

    Für Ornamente

    Fein, schnell abbindend, hervorragend formbar. Der klassische Werkstoff für Rosetten, Konsolen und Zierprofile im Innenraum.

  • Sumpfkalk

    Für Altbauwände

    Jahrelang eingesumpft, diffusionsoffen und feuchteregulierend. Er lässt die Wand atmen, statt Feuchtigkeit einzusperren.

  • Stuckmarmor

    Für Repräsentation

    Aus Gips, Pigment und Leim geschliffen und poliert — sieht aus wie Marmor, ist aber warm und fühlt sich lebendig an.

  • Lehm

    Für Wohngesundheit

    Reguliert Luftfeuchte spürbar, bindet Gerüche und ist vollständig rückbaubar. Im Neubau zunehmend gefragt.

Fragen

Zu Stuck und Altbau.

In den meisten Fällen ja. Ein original erhaltenes Stuckensemble ist praktisch nicht ersetzbar und steigert den Wert einer Altbauwohnung erheblich. Ergänzungen kosten oft weniger als eine komplette Abfangdecke.

Wir arbeiten raumweise und staubarm, mit Abschottung und Absaugung. Bei Deckenarbeiten muss der Raum allerdings leergeräumt und für einige Tage frei sein.

Dann formen wir ein erhaltenes Element ab und giessen die fehlenden Stücke nach. Fehlt das Motiv vollständig, recherchieren wir vergleichbare Objekte aus derselben Bauzeit.

Bei geschützten Objekten gibt es je nach Kanton Beiträge zwischen 10 und 40 Prozent der denkmalbedingten Mehrkosten. Wir liefern die Unterlagen für das Gesuch.

Sehr gerne. Lichtvouten, Schattenfugen und glatte Kalkoberflächen im Neubau sind ein wachsender Teil unserer Arbeit — dieselbe Technik, anderes Formenrepertoire.

Kontakt

Zeigen Sie uns die Decke.

Ein Foto von unten genügt für eine erste Einschätzung. Für alles Weitere kommen wir vorbei — der Ortstermin ist kostenlos.

Unsere Werkstatt liegt in Emmenbrücke, gearbeitet wird in der ganzen Zentralschweiz. Für Denkmalpflegeobjekte sind wir auch weiter unterwegs.

  • WerkstattGerliswilstrasse 88, 6020 Emmenbrücke
  • Telefon+41 41 000 00 00
  • E-Mailwerkstatt@ornament-stuck.ch
  • Montag – Freitag07.00 – 12.00 / 13.00 – 17.00
  • Ortstermineauch abends nach Absprache
  • Samstag & Sonntaggeschlossen