Leistungen
Fünf Arten, mit Gips zu arbeiten.
Wir arbeiten fast ausschliesslich im Bestand. Das heisst: zuerst verstehen, was da ist, dann ergänzen — und nie mehr abschlagen als nötig.
Stuckrestaurierung
Fehlstellen ergänzen, Risse schliessen, Übermalungen abnehmen. Wir formen nach dem vorhandenen Bestand ab, damit die Ergänzung nicht zu erkennen ist.
Zierprofile & Gesimse
Von Hand gezogen mit Schablone direkt an der Decke — die einzige Methode, die auch bei krummen Altbauwänden sauber ausläuft.
Rosetten & Zierelemente
Abformen, giessen, versetzen. Bestehende Motive nehmen wir mit Silikon ab und vervielfältigen sie originalgetreu.
Kalk- & Lehmputze
Diffusionsoffene Putze für Altbauten mit Feuchteproblemen und für Neubauten, in denen es sich gut anfühlen soll.
Neubau-Stuck
Schattenfugen, Lichtvouten und moderne Profile — Stuck muss nicht historisch aussehen, um Räume besser zu machen.
Für Objekte unter Denkmalschutz erstellen wir vorab einen Befundbericht mit Fotodokumentation und stimmen jede Massnahme mit der kantonalen Fachstelle ab.

Handwerk
Ein gutes Profil zieht man in einem Zug.
„Man sieht einem Gesims an, ob es geklebt oder gezogen wurde — spätestens dort, wo die Wand nicht gerade ist.“
Wir arbeiten mit Schablonen aus Zinkblech, die wir für jedes Objekt selbst schneiden, und ziehen das Profil in mehreren Lagen direkt an Ort. Das dauert länger als eine Fertigleiste aus dem Baumarkt und ergibt dafür einen Übergang, den auch das Licht am Nachmittag nicht verrät.
Abformung
Bestehende Ornamente nehmen wir in Silikon ab — jede Ergänzung passt exakt zum Original.
Lagen
So viele braucht ein gezogenes Profil mindestens, damit es nicht reisst und scharf bleibt.
Materialgerecht
Im Altbau arbeiten wir mit Sumpfkalk statt Zement. Alles andere sperrt die Wand ab und schadet langfristig.
Dokumentation
Befund, Massnahme und Ausführung fotografisch belegt — für die Denkmalpflege und für Sie.
Am Objekt
Wie eine Restaurierung abläuft.
Am Anfang steht nie die Kelle, sondern der Befund. Erst wenn klar ist, was original ist und was aus der Renovation von 1978 stammt, wird entschieden.
Befund & Sondage
Wir legen an unauffälligen Stellen Schichten frei und dokumentieren, was darunterliegt. Oft kommen dabei Farbfassungen zum Vorschein, von denen niemand wusste.
Konzept
Gemeinsam mit Bauherrschaft und Denkmalpflege legen wir fest, auf welchen Zustand hin restauriert wird — konservieren, rekonstruieren oder ergänzen.
Musterfläche
Ein Quadratmeter wird vollständig fertiggestellt. Erst nach der Freigabe geht es auf die Gesamtfläche.
Ausführung
Ergänzen, ziehen, giessen, versetzen. Bei grossen Flächen in Etappen, damit der Raum nutzbar bleibt.
Abnahme & Bericht
Gemeinsamer Rundgang und Schlussdokumentation mit Vorher-Nachher-Bildern für Ihre Objektakte.
Material
Vier Werkstoffe und ihre Aufgabe.
Der häufigste Schaden, den wir sehen, entsteht nicht durch Alter, sondern durch das falsche Material bei der letzten Renovation.
Ergänztes Ornament
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Stuckgips
Für Ornamente
Fein, schnell abbindend, hervorragend formbar. Der klassische Werkstoff für Rosetten, Konsolen und Zierprofile im Innenraum.
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Sumpfkalk
Für Altbauwände
Jahrelang eingesumpft, diffusionsoffen und feuchteregulierend. Er lässt die Wand atmen, statt Feuchtigkeit einzusperren.
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Stuckmarmor
Für Repräsentation
Aus Gips, Pigment und Leim geschliffen und poliert — sieht aus wie Marmor, ist aber warm und fühlt sich lebendig an.
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Lehm
Für Wohngesundheit
Reguliert Luftfeuchte spürbar, bindet Gerüche und ist vollständig rückbaubar. Im Neubau zunehmend gefragt.
Fragen
Zu Stuck und Altbau.
In den meisten Fällen ja. Ein original erhaltenes Stuckensemble ist praktisch nicht ersetzbar und steigert den Wert einer Altbauwohnung erheblich. Ergänzungen kosten oft weniger als eine komplette Abfangdecke.
Wir arbeiten raumweise und staubarm, mit Abschottung und Absaugung. Bei Deckenarbeiten muss der Raum allerdings leergeräumt und für einige Tage frei sein.
Dann formen wir ein erhaltenes Element ab und giessen die fehlenden Stücke nach. Fehlt das Motiv vollständig, recherchieren wir vergleichbare Objekte aus derselben Bauzeit.
Bei geschützten Objekten gibt es je nach Kanton Beiträge zwischen 10 und 40 Prozent der denkmalbedingten Mehrkosten. Wir liefern die Unterlagen für das Gesuch.
Sehr gerne. Lichtvouten, Schattenfugen und glatte Kalkoberflächen im Neubau sind ein wachsender Teil unserer Arbeit — dieselbe Technik, anderes Formenrepertoire.
Kontakt
Zeigen Sie uns die Decke.
Ein Foto von unten genügt für eine erste Einschätzung. Für alles Weitere kommen wir vorbei — der Ortstermin ist kostenlos.
Unsere Werkstatt liegt in Emmenbrücke, gearbeitet wird in der ganzen Zentralschweiz. Für Denkmalpflegeobjekte sind wir auch weiter unterwegs.
- WerkstattGerliswilstrasse 88, 6020 Emmenbrücke
- Telefon+41 41 000 00 00
- E-Mailwerkstatt@ornament-stuck.ch
- Montag – Freitag07.00 – 12.00 / 13.00 – 17.00
- Ortstermineauch abends nach Absprache
- Samstag & Sonntaggeschlossen
