
Blitzschutz & Erdung · Chur
Ein Blitz sucht sich
den bequemsten Weg.
Wenn dieser Weg über Ihr Dach, Ihre Elektroinstallation und Ihren Serverraum führt, wird es teuer. Wir bauen ihn so, dass er aussen am Gebäude vorbei in die Erde geht.
Leistungen
Fünf Teile einer Blitzschutzanlage.
Blitzschutz ist ein System aus Fangeinrichtung, Ableitung, Erdung, Potentialausgleich und Überspannungsschutz. Fehlt ein Teil, wirkt das Ganze nicht.
Äusserer Blitzschutz
Fangstangen und Ableitungen auf dem Dach und an der Fassade, so geführt, dass der Strom aussen bleibt. Auf Wunsch optisch integriert.
Erdungsanlage
Fundament- oder Ringerder mit gemessenem Ausbreitungswiderstand. Der Teil, an dem alles hängt und den man nachträglich nur mit Aufwand baut.
Überspannungsschutz
Ableiter im Verteiler und vor empfindlichen Geräten. Schützt Elektronik auch bei Einschlägen in der Nachbarschaft — der häufigere Schadenfall.
Prüfung & Wartung
Sicht- und Messprüfung nach Norm, alle zwei bis fünf Jahre je nach Schutzklasse, mit Prüfbericht für Versicherung und Behörde.
Instandsetzung
Korrodierte Klemmen, unterbrochene Ableitungen, fehlende Verbindungen nach Dach- oder Fassadensanierungen — der häufigste Befund.
Nach jeder Dach-, Fassaden- oder Solarsanierung gehört die Blitzschutzanlage geprüft. Sehr oft wird sie bei solchen Arbeiten unterbrochen und nie wieder verbunden.

Physik
Nicht das Gebäude wird geschützt, sondern der Weg.
„Man kann einen Blitz nicht verhindern. Man kann ihm nur einen Weg anbieten, der besser ist als der durch Ihr Haus.“
Ein Blitz führt bis zu 200'000 Ampere. Trifft er ungeschützt auf ein Gebäude, sucht er sich den Weg über Metallteile, Leitungen und Wasserrohre — mit Brandgefahr und zerstörter Elektronik. Eine Blitzschutzanlage bietet ihm einen definierten, niederohmigen Weg nach aussen und in die Erde. Entscheidend ist dabei nicht die Fangstange, sondern die durchgehende Verbindung bis in den Boden.
Ampere
Spitzenstrom eines starken Blitzes. Dagegen hilft kein Kabel, sondern nur ein sauber geführter Weg.
Ohm
Zielwert für den Erdungswiderstand. Wir messen ihn, statt ihn anzunehmen.
Jahre
Prüfintervall je nach Schutzklasse. Auch eine korrekt gebaute Anlage korrodiert.
jeder Sanierung
Dach, Fassade, Solar: Danach ist die Anlage fast immer unterbrochen. Prüfen lassen.
Prüfung
Was wir prüfen.
Sichtprüfung
Fangeinrichtung, Ableitungen, Klemmen und Anschlüsse auf Vollständigkeit, Korrosion und mechanische Schäden.
Durchgangsmessung
Jede Ableitung wird durchgemessen. Unterbrüche entstehen häufig unsichtbar hinter Fassadenverkleidungen.
Erdungsmessung
Ausbreitungswiderstand der Erdungsanlage messen und mit dem Sollwert vergleichen.
Bericht
Prüfprotokoll mit Mängelliste, Fotos und Fristen — für Ihre Gebäudeversicherung und die Behörde.
Pflicht
Wer braucht Blitzschutz.
Die Anforderungen sind kantonal geregelt und richten sich nach Gebäudeart, Personenbelegung und Gefährdung. Diese Übersicht gilt für die meisten Kantone.
| Gebäude | Blitzschutz | Prüfintervall |
|---|---|---|
| Einfamilienhaus | Empfohlen, meist freiwillig | 5 Jahre |
| Mehrfamilienhaus ab 3 Geschossen | Meist vorgeschrieben | 5 Jahre |
| Schulen, Heime, Spitäler | Vorgeschrieben | 2 – 3 Jahre |
| Gewerbe & Industrie | Nach Gefährdungsanalyse | 2 – 5 Jahre |
| Gebäude mit Photovoltaik | Faktisch immer nötig | 2 – 5 Jahre |
| Exponierte Lagen | Vorgeschrieben | 2 – 5 Jahre |
Bei Photovoltaikanlagen ist der Blitzschutz besonders wichtig: Metallgestelle auf dem Dach vergrössern die Einschlagwahrscheinlichkeit und führen den Strom direkt in die Hauselektrik.
Fragen
Häufig gefragt.
Nein, das ist ein hartnäckiger Irrtum. Sie verändert die Einschlagwahrscheinlichkeit praktisch nicht — sie bestimmt nur, wohin der Strom fliesst, wenn es passiert.
Vorgeschrieben ist es meist nicht, empfohlen bei exponierter Lage, Photovoltaik oder viel Elektronik im Haus. Ein Überspannungsschutz im Verteiler lohnt sich dagegen fast immer — er kostet wenig und verhindert die häufigsten Schäden.
Ein direkter Einschlag kann Dachstuhl und gesamte Elektroinstallation kosten, also schnell sechsstellig. Häufiger sind indirekte Schäden durch Überspannung: Wärmepumpe, Steuerungen, Netzwerk — auch das summiert sich rasch auf zehntausende Franken.
Sie muss die zum Bauzeitpunkt geltende Norm erfüllen und funktionstüchtig sein. In der Praxis finden wir bei alten Anlagen sehr oft korrodierte Klemmen und unterbrochene Ableitungen. Eine Prüfung schafft Klarheit.
Blitzschäden sind in der Regel gedeckt. Manche Versicherungen kürzen aber, wenn eine vorgeschriebene Anlage fehlt oder die Prüfung überfällig war — deshalb ist der Prüfbericht mehr als Papier.
Kontakt
Lassen Sie prüfen, statt zu hoffen.
Eine Prüfung dauert je nach Gebäude zwei bis vier Stunden und endet mit einem Bericht, den Ihre Versicherung akzeptiert.
Wir arbeiten in ganz Graubünden und im Sarganserland. Nach Unwettern priorisieren wir Gebäude mit gemeldetem Einschlag.
- BüroKasernenstrasse 30, 7000 Chur
- Telefon+41 81 000 00 00
- E-Mailpruefung@ableiter.ch
- Montag – Freitag07.00 – 17.00
- Nach Einschlagprioritäre Kontrolle
- Prüfberichtinnert 5 Werktagen